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Die These des Abends: Die Menschenrechte wurden in Afrika erfunden – bereits mehr als siebenhundert Jahre vor der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte im Dezember 1948 im Palais de Chaillot in Paris!

Der kamerunische Theatermacher Martin Ambara und sein Team begaben sich in diesem Sommer auf eine Recherchereise durch Guinea, in die mäandernden Pfade der Geschichte um die Erzählung vom „Löwen-König“ Sundeita Keita und seiner Charta der Manden. Diese enthielt bereits eine Präambel, in welcher der soziale Frieden in der Vielfalt und die Unantastbarkeit des Menschen festgehalten wurde. Die Existenz der Charta bedeutet, die Ursprünge der Idee der Menschenrechte in Afrika zu verorten.

Ambara und sein Team führten auf ihrer Reise Interviews mit den letzten lebenden Griots, den Überliefernden der Geschichten, die sich um die Manden-Charta ranken, und präsentieren mit Musik, Tanz und Video eine performative Lecture, die den postkolonial getrübten Blick auf den afrikanischen Kontinent und seine Geschichte korrigieren will.

Im Anschluss an die Lecture-Performance folgt ein Gespräch mit dem Regisseur Martin Ambara und den Künstler*innen über die Recherchereise, Europas Afrikabild und die Bedeutung der Manden Charta für afrikanische Gesellschaften.

Gesprächsgast: Julia Schade, Postdoktorandin im Graduierten Kolleg Das Dokumentarische. Exzess und Entzug an der Ruhr-Universität Bochum. Schade fragt und forscht im Kontext dekolonialer Diskurse nach anderen Weisen des Darstellens und des Erscheinens als auch nach Verfahren der Sichtbarmachung und Beglaubigung von historischer Gewalterfahrung